Was eine Besucherin der Lesung schreibt ...

Karin Irshaid nimmt uns mit in den Nahen Osten – nach Palästina. Über die Innigkeit der arabischen Sprache gelingt es ihr, diese in die deutsche Sprache zu übertragen und über die Sinnlichkeit bei der Zubereitung eines Festessens lässt sie uns teilnehmen am Alltag in einem Land, in dem Zusammenhalt und Gemeinschaft helfen, in  der schwierigen politischen Situation zu leben und überleben.

Unvermittelt und grausam ist der Wechsel zwischen behaglichen, liebevollen Situationen in der Familie und der Gewalt, mit der die Besatzungsmacht in das Leben eindringt.

Schwer auszuhalten sind die Beschreibungen der alltäglichen Demütigungen, es macht die Absurdität deutlich, die dem Besatzungsregime geschuldet ist („… wo man ihn vermutete, als er auf der Flucht vor den Wasserdieben war, die ihn wiederum zum Wasserdieb gemacht hatten ….“).

Eine Beschreibung der Wirklichkeit, unter der Menschen seit jetzt schon fast 50 Jahre leben.

Und doch ist das Buch nicht bitter und unversöhnlich.

Rita Sasse aus Köln
Autorenlesung mit Karin Irshaid am 17. Januar 2016